Presseartikel "Neue Chancen" - Zukunftswerkstatt Kalterherberg

Zukunftswerkstatt
Monschau-Kalterherberg / Eifel / NRW
Kalterherberg
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Presseartikel "Neue Chancen"

Presse > 2015-16

Freitag, 22. April 2016 / Eifeler Nachrichten / Lokales / Seite 17

"Durch den Wegfall der Schule auch neue Chancen"

Die Zukunftswerkstatt Kalterherberg ist als Kooperationspartner in das neue Dorfkonzept eingebunden

KALTERHERBERG.„Wenn die Kalterherberger sich erst einmal entschlossen haben, das neue Konzept mitzutragen, dann wird es auch funktionieren und alle werden mitmachen“, ist Aarne Kreuzinger-Janik überzeugt. Der 66-Jährige Pensionär lebt seit vier Jahren in der charmanten ehemaligen Zollsiedlung Neu Rott in Kalterherberg und hat sich nach dem Ende seiner beruflichen Tätigkeit aktiv in die Dorfgemeinschaft eingebracht. Die Ideen der 2012 gegründeten Zukunftswerkstatt mit dem Ziel, einen neuen Dorfentwicklungsplan für Kalterherberg zu erarbeiteten, weckten sein Interesse. Seit einem halben Jahr nun ist er ein Aktivposten in der Gruppe und gehört dem Beirat der Zukunftswerkstatt an. Für den sogenannten Initiativkreis der Zukunftswerkstatt hat er in Absprache mit dem Vorsitzenden der Werkstatt, Jochen Leyendecker, die Federführung übernommen und steht in engem Kontakt mit dem Ortsvorsteher.
Die ländliche Entwicklung aktiv gestalten, lautet die Zielsetzung des früheren Generalleutnants, der als Inspekteur der Luftwaffe einst zu den ranghöchsten Vertretern der Bundeswehr gehörte.

Nicht der Schule nachtrauern
Die Vergangenheit aber ist längst nicht mehr das Betätigungsfeld vom Kalterherberger Neubürger Kreuzinger-Janik. Das betrifft auch das Schicksal der Grundschule: „Das Thema ist abgeschlossen“, sagt er. Jetzt gelte es, „eine zukunftsorientierte Lösung zu finden, und den Ortsvereinen eine infrastrukturelle Nachnutzung des Gebäudes zu ermöglichen. Der Wegfall der Schule bietet auch neue Chancen“, ist er überzeugt.
Dabei schaut er in erster Linie auf die „grandiose Entwicklung“, die der Vennbahnradweg in den zurückliegenden fünf Jahren genommen habe. Dieses stark genutzte Angebot biete auch für die zukünftige Entwicklung Kalterherbergs großes Potenzial. Aus der Wegweisung des Dorfentwicklungskonzeptes für eine touristische Nachfolgenutzung der Schule „können sich dann weitere Projekte für Kalterherberg ergeben“.

Aarne Kreuzinger-Janik sieht in der hohen Identifikation der Bürger mit ihrem Heimatdorf eine „große Kraft“. Wenn die Inhalte des Dorfentwicklungskonzepts bei den Bürgern Akzeptanz finden würden, dann werde es auch nicht an Engagement für die Umsetzung fehlen. Wichtig dabei sei aber, vor allem konkrete und sichtbare Ergebnisse vorzulegen, da diese mehr überzeugten als theoretische Zielvorgaben: „Das ganz Dorf muss in der Breite eine Bereitschaft zur Beteiligung entwickeln“, setzt er auf den Solidaritätsgedanken innerhalb der Dorfgemeinschaft.
„Transparenz und Information“ sei bei den künftigen Veranstaltungen und Aktivitäten erforderlich, betont Kreuzinger-Janik. Auf diese Weise könne man dann auch bei jungen Leuten das Engagement für ihr Dorf wecken. Er sei aufgrund der bisher in der Zukunftswerkstatt gemachten Erfahrungen überzeugt davon, „dass die Bürger mitmachen“.



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